Erfahrungsberichte zur Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut

Tumisu / Pixabay

Die medizinische Weiterverwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut (Plazentarestblut) kann mittlerweile schon über 70 Krankheiten heilen und es werden laufend große Fortschritte in der Regenerativen Medizin aufgezeigt. Insbesondere gegen die häufigste Todesursache der Welt – den Erkrankungen am Herzkreislaufsystem – werden derzeit viele erfolgreiche Studien mit Stammzellen durchgeführt. Sie können deshalb als Vorsorge betrachtet werden, die deinem Kind die Teilhabe am wissenschaftlichen Fortschritt ermöglicht.

Besonders in der Phase vor der erstmaligen Einlagerung machen sich viele Eltern ernsthafte Gedanken über Pro- und Contra einer Stammzelleneinlagerung, über die Auswahl des besten Anbieters und den Kosten einer möglichen Einlagerung.

In den Diskussionsforen wurden darüber hinaus auch noch folgende Sorgen mehrmals genannt:

  • Kann es bei einer Nabelschnurblut-Einlagerung zu Komplikationen kommen?
  • Bereitet eine Nabelschnurblut-Einlagerung Schmerzen?
  • Gibt es in meiner Nähe überhaupt die Möglichkeit einer Einlagerung?
  • Sind die Anbieter von Nabelschnurblut-Einlagerungen seriös?

 

Gibt es Komplikationen bei einer Einlagerung? Bereitet sie Schmerzen?

Nein, der Ablauf einer Einlagerung ist unkompliziert und schmerzfrei. Der Arzt deines Vertrauens macht im Vorhinein einen Bluttest. Wenn dein Blut für eine Einlagerung medizinisch geeignet sein sollte erhältst du ein Entnahmeset für den Entbindungstermin. Nach der Abnabelung bringen Spezialkuriere dieses Set mit dem Nabelschnurblut zur Weiterverarbeitung und Gefrierung zur entsprechenden Stammzellenbank. Die Frage bezüglich der Schmerzen rührt vermutlich noch aus den Zeiten der Knochenmarkspenden, denn bei dieser war es tatsächlich für manche Spender etwas schmerzvoll. Manche von Ihnen berichten von einer Art Muskelkater an der betroffenen Stelle der Entnahme von Stammzellen. Beim Nabelschnurblut ist selbstverständlich alles viel unkomplizierter, da das was ansonsten im Mülleimer landet, einfach in ein Entnahmeset gegeben wird.

 

Gibt es genug Kooperationskliniken in meiner Nähe?

Ja, die Netzabdeckung ist in Deutschland generell sehr gut und fast alle Geburtskliniken bieten zumindest einen Kooperationspartner für private Einlagerungen an. Die beste Netzabdeckung hat Vita 34 dicht gefolgt von der Deutschen Stammzellenbank und Eticur. Wir haben für dich in folgeden Regionen eine Liste mit den Geburtskliniken und Anbietern erstellt: Berlin, München, Hamburg, Köln, Erlangen und Leipzig. Nach unseren Recherchen solltest du auch im ländlichen Raum eine Geburtsklinik für deine Einlagerung finden.

 

Sind die Anbieter von Nabelschnurblut-Einlagerungen seriös?

Ja, es handelt sich bei allen drei Anbietern um renommierte, eingetragene Unternehmen. Die Anbieter haben ihren Ursprung und Firmensitz jeweils in Deutschland. Vita 34 ist eine eingetragene Aktiengesellschaft in Leipzig mit mehr als 140 Mitarbeitern und einer Stammzellenbank mit über 200 000 Einlagerungen. Die Tanks für die Konservierung können sogar stromunabhängig betrieben werden und es gibt eine Insolvenzversicherung im Falle eines Firmenkonkurs. Der Anbieter Eticur lässt in der öffentlichen Stammzellenbank der Universität Erlangen einlagern und ist somit eine Mischform aus privaten und öffentlichen Ressourcen, mit Firmensitz in Südbayern. Die Deutsche Stammzellenbank wurde 2013 als GmbH in Hamburg gegründet und ist der jüngste Mitbewerber im Bunde und bietet derzeit das deutschlandweit günstigste Angebot einer Einlagerung an. Als Kooperationsunternehmen von Vita 34 lässt es die Stammzellen in den Vita-Tanks einlagern, die im Falle einer Insolvenz oder eines Stromausfalls gedeckt sind. Grundsätzlich sind Verwechslungen von Stammzellen eher auszuschließen und es liegt im Interesse dieser Privatunternehmen besten Service für ihre Kunden anzubieten. Unseriöse Angebote oder versteckte Kosten sind uns bis jetzt nicht bekannt, nur ein Kostenvergleich wäre jedoch im Vorhinein unbedingt empfehlenswert.

 

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Links

  • Deutsche Stammzellenbank (2018): Webseite. Stand: 25.09.2018.
  • Eticur Stammzellenbank (2018): Webseite. Stand: 25.09.2018.
  • Vita 34 Stammzellenbank (2018): Webseite. Stand: 25.09.2018.

Weiterführende Literatur

Giorgetti, Alessandra; Montserrat, Nuria; Aasen, Trond; Gonzalez, Federico; Rodríguez-Pizà, Ignacio; Vassena, Rita et al. (2009): Generation of induced pluripotent stem cells from human cord blood using OCT4 and SOX2. In: Cell stem cell 5 (4), S. 353–357.

Gluckman, Eliane; Ruggeri, Annalisa; Volt, Fernanda; Cunha, Renato; Boudjedir, Karim; Rocha, Vanderson (2011): Milestones in umbilical cord blood transplantation. In: British journal of haematology 154 (4), S. 441–447.

Gordijn, Bert (2000): Ethische Fragen zur Stammzellentransplantation aus Nabelschnurblut. In: Ethik in der Medizin 12 (1), S. 16–29.

Hauskeller, Christine (Hg.) (2002): Humane Stammzellen. Therapeutische Optionen, ökonomische Perspektiven, mediale Vermittlung. Tagung. Lengerich: Pabst Science Publ.

Müller, Werner (2013): Therapie mit Stammzellen. In: Biologie in unserer Zeit 43 (1), S. 40–45.

Schmidt, Mathias (2001): Stammzellen aus der Nabelschnur. Neue Wege der Gesundheitsvorsorge für Ihr Kind. 1. Aufl. (Gesundheit aktuell).

Troeger, C.; Surbek, D. V.; Holzgreve, W. (2005): Stammzellen aus Nabelschnurblut. In: Gynäkologe 38 (9), S. 829–837.


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