Wir bauen mit Gussek Haus*

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Wir haben uns also für den Bau eines Fertighauses mit der Firma Gussek Haus* entschieden. Die Gründe dafür erfährst du hier und hier. Der folgende Beitrag dokumentiert nun die einzelnen Schritte von der Vertragsunterzeichnung bis zum Einzug und wird sukzessive ergänzt.

 

18.01.2019: Werkvertrag mit der Firma Gussek Haus

Nach unserem Besuch in der Hausmanufaktur in Nordhorn am 22.12.2018 und einem weiteren Vertriebstermin bei uns zu Hause am 14.1.2018 unterschreiben wir heute den Werkvertrag mit der Firma Gussek Haus*. Dieser umfasst deren Standard-Vertrag inklusive der Anlagen K (Keller/Bodenplatte) und M (Mehr-Minderkosten), unser persönliches Angebot in der bereits 4. Version, die aktuelle Material-, Ausstattungs- und Bauleistungbeschreibung, das Smartie 4, die Baubeschreibung für die Bodenplatte sowie die obligatorische Widerrufsbelehrung und die Datenschutzerklärung. Der Umfang zeigt nochmal, dass ein Fertighaus nicht unbedingt ein Haus von der Stange sein muss, sondern aus einzelnen frei wählbaren Bausteinen besteht und durch immer neue Versionen auf die ganz individuellen Wünsche eines jeden Bauherren angepasst werden kann. Der Vertrag wird darum auch erst noch mal unternehmensintern auf Machbarkeit geprüft, bevor er rechtskräftig wird.

 

28.01.2019: Gussek*-Quiz

Als ich auf der Homepage der Firma Gussek* surfe, finde ich etwas versteckt den Link zu einem Quiz. Sein Ziel sind das genauere Studieren der Baubeschreibung und die Begeisterung für den Bau mit Gussek Haus*. Wer teilnimmt, erhält einen Bonus im Wert von 50 € pro richtige Antwort, maximal 650 €, der für die spätere Bemusterung genutzt werden kann. Leider ist eine rückwirkende Vergütung nicht möglich. Schade, dass uns vor Vertragsabschluss niemand auf dieses Quiz aufmerksam gemacht hat.

 

05.02.2019: 12 Schritte bis zum Einzug

Der Vertrag ist geprüft und das Bauvorhaben von der Geschäftsleitung genehmigt! Zusammen mit dieser Nachricht gibt es einen Wegweiser: 12 Schritte bis zum Eigenheim mit den Kontakten der jeweils zuständigen Mitarbeiter sowie den bauseitigen Pflichten als Checkliste. Bauseitig meint dabei, dass wir uns selbst darum kümmern müssen – eine Information, die ich mir vor Vertragsabschluss gewünscht hätte.

P.S.: 2 Monate später wird klar, dass die 12 Schritte zum Teil nebeneinander ablaufen können. Das lässt den gewünschten Einzugstermin realistischer erscheinen.

 

11.02.2019: Planungsunterlagen zusammenstellen

Voraussetzung für den Planungsbeginn sind die Planungsunterlagen:

  1. Amtlicher Lageplan des Grundstückes in der lt. Bauvorlagenverordnung erforderlichen Ausführung: Ich gehe davon aus, dass es sich um die maßstabsgetreue Liegenschaftskarte vom Katasteramt mit den vermassten Grundstücksgrenzen handelt (Kosten: 30 €) Doch weit gefehlt! Der für uns zuständige Architekt (Partnerbüro der Fa. Gussek*) klärt mich auf Nachfrage auf, dass wir hierfür einen öffentlichen Vermesser bestellen müssen (voraussichtliche Kosten 3.000 €). Der von ihm erstellte NHN-Höhen- und Bestandsaufnahmeplan mit vermassten Grundstücksgrenzen (im DXF- und PDF-Format) würde dann Teil des Bauantrags.
  2. Bebauungsplan und planungsrechtliche Auskunft von der Bauaufsichtsbehörde gestalten sich einfach (Kosten: 32 €).
  3. Die Kanalauskunft stellt jedoch schon das nächste Hindernis dar, da es in unserem Neubaugebiet noch keine Bestandspläne für die Entwässerung gibt und das Tiefbauamt nicht weiterhelfen kann.
  4. Bodengutachten eines Geologen (voraussichtliche Kosten 500 €): Hier gibt es von Gussek* glücklicherweise ein Informationsblatt für die Beauftragung.
  5. Auch für die Klärung der Hausanschlüsse (Heizung, Strom, Wasser und Internet) gibt es ein unterstützendes Dokument, anhand dessen die relevanten Informationen abgefragt werden können. Gleichwohl äußern sich die Versorger erstaunt, dass ich als Laie mich selbst darum kümmern soll. Was in einem Gespräch mit dem Fertighaushersteller in weniger als fünf Minuten abgesprochen werden könnte, bedarf so erst einer längeren Erklärung.

 

11.02.2019 Münsters Energiesparhaus

Unser Kaufvertrag für das städtische Grundstück fordert eine 35%-ige Unterschreitung des Transmissionswärmeverlusts nach EnEV, d.h. zwischen KfW 55 und KfW 40. Ein entsprechendes Formblatt für den Nachweis gibt es beim Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit und ist von der Fa. Gussek* mit Stempel und Unterschrift vorab und nach Fertigstellung zu bestätigen.

 

12.02.2019 Fernwärme für Heizung und Warmwasser?

Heute liegt das Angebot der Westfälischen Fernwärmeversorgung im Briefkasten. Während der Hausanschluss und die Übergabestation Teil des Angebots sind, müssen die Hauszentrale und der Warmwasserspeicher von uns bei einem Heizungsbauer bestellt werden. Dafür benötige ich allerdings zunächst von Gussek* eine Information über die benötigte Heizlast und die wiederum ist vom finalen Hausentwurf abhängig. Das macht die Entscheidungsfindung Fernwärme versus Luft-Wasser-Wärmepumpe etwas unberechenbar und führt zu einigem Hin und Her.

P.S. Einen Monat später haben wir uns endlich entschieden – und zwar für den Fernwärmeanschluss und gegen die Luft-Wasser-Wärmepumpe.

 

13.02.2019 Vermittlungsprovision

Per Brief erfahren wir, dass wir für jeden neuen Gussek Haus*-Kunden, dessen Adresse zuerst über uns vermittelt wird, einen Verrechnungscheck in Höhe von 1.000 € bekommen. Wenn dir unsere Kategorie Hausbau also gefällt und wir dein Interesse für Gussek Haus* wecken konnten, würden wir uns freuen, wenn wir deine Adresse dorthin weiterleiten dürfen. So unterstützt du unsere Arbeit und ermöglichst uns den weiteren Ausbau unseres Ratgeberportals.

FORMULAR

 

19.02.2019: Bodengutachten in Auftrag

In der Zwischenzeit habe ich drei Angebote für Bodengutachten eingeholt, die im Preis zwischen 575 und 1.550 € schwanken. Durch den Zusammenschluss mit anderen Bauherrinnen aus unserem Neubaugebiet gibt es sogar noch einen Rabatt. Da die Bohrproben sowieso 6 Monate lang aufbewahrt werden, können wir eine Prüfung der Versickerungsfähigkeit und das LAGA-Gutachten bei Bedarf später noch nachholen.

 

19.02.2019: Auf der Suche nach Massivholzdielen – Teil 1

Technikraum und Bäder ausgenommen wollen wir die Böden in unserem neuen Eigenheim selbst verlegen. Das macht Roman Spaß und kann bei der Finanzierung als sogenannte Muskelhypothek/Eigenkapital gewertet werden. Zur Orientierung, was gefällt und was geht, hole ich mir bei Holzwurm in Münster leihweise einige quadratmetergroße Mustertafeln mit nach Hause. Parallel fordere ich kleinere Muster bei einem Internethändler an.

 

22.02.2019: Auf der Suche nach Massivholzdielen – Teil 2

Ganz kurzfristig besuchen wir die Fa. Börger in Spelle. Vor Jahren habe ich einmal einen ihrer Böden gesehen und war damals sehr begeistert. Tatsächlich werden wir auch nicht enttäuscht. Die Produktauswahl ist umwerfend und die Beratung super. Am Ende des Termins entscheiden wir uns für echte Massivholzdielen im Erdgeschoss und ein Multiplex-Parkett in den anderen Etagen.

 

23.02.2019: Vermessung in Auftrag

Wie bereits beim Bodengutachten habe ich auch für diesen Auftrag wieder drei Angebote eingeholt. Der Auftrag soll dabei die folgenden Positionen umfassen:

  • Lageplanvorabzug für die Architektenplanung
  • Amtlicher Lageplan zum Bauantrag
  • Absteckung
  • Einmessung

Abgesehen von der Absteckung handelt es sich um öffentlich-rechtliche Gebühren, die u.a. von der Grundstücksgröße und dem Gebäudewert abhängen und nicht verhandelbar sind. Preisnachlässe sind bei diesen Positionen lediglich bei Beauftragung durch zwei direkte Nachbarn möglich. Dabei ist die gemeinsame Grundstücksgrenze maßgeblich. Nichtsdestotrotz variieren die Angebote durch die eine privatrechtliche Leistung für unser Grundstück noch zwischen 2.800 € und 3.200 €.

 

24.02.2019 Neuer Grundriss

Nachdem ich heute die vermassten Grundstücksgrenzen erhalten habe, müssen wir feststellen, dass diese von den ursprünglich angenommenen abweichen. Plötzlich ergeben sich ganz neue Optionen – zu unseren Gunsten. Statt der geplanten 8*11m könnten wir unseren Grundriss auch auf 9,5*9,5m planen. Ich zeichne direkt mal los 😊 und bin gespannt, wie der Architekt die neue Idee umsetzen wird. Ein quadratischer Grundriss bietet ja soviel mehr und bessere Möglichkeiten.

 

06.03.2019 Planungsgespräch mit unserem Architekten

Das Planungsgespräch ist auf vier Stunden angesetzt und die brauchen wir tatsächlich auch. Wir treffen uns am Grundstück und besprechen dort den vorläufigen Lageplan des Vermessers, den Bebauungsplan sowie die Notwendigkeiten für die Hausaufstellung (Anfahrt, Kranaufstellung, Strom, Wasser, Toilette, etc.). Leider werden wird das Grundstück ordentlich auffüllen müssen, damit das Haus auf Straßenhöhe kommt und vor Überflutung geschützt ist. Genaueres wird uns das Bodengutachten offenbaren.

Anschließend besprechen wir bei uns zu Hause den quadratischen Entwurf und überarbeiten diesen in Hinblick auf unsere Wünsche und die Kosten, aber immer mit Blick auf die Möglichkeiten des Bebauungsplans. Am Ende des Termins wissen wir, wo genau das Haus stehen soll, wie die Fassade mit den Fenstern aussehen wird und welche Raumaufteilung wir vornehmen wollen. Durch die gleichzeitige Beantragung der Baugenehmigung der Garage durch Gussek Haus* sparen wir später Zeit und Geld. Die Leistung kostet uns allerdings extra. Jetzt heißt es Daumendrücken, dass sich trotz grundlegender Umgestaltung des Hauses der Preis nicht großartig ändern wird.

Zum Schluss weist uns der Architekt noch darauf hin, dass wir neben dem noch ausstehenden Bodengutachten außerdem eine Auskunft über die bergbaulichen Verhältnisse benötigen. Das notwendige Formular der Bezirksregierung Arnsberg hat er direkt dabei. Luftbild und Grundstücksfotos sowie das Planungsprotokoll erhalten wir am nächsten Tag.

 

07.03.2019 Küchenplanung – Teil 1

Eigentlich hat uns Gussek Haus* schon zu Anfang ein Küchenstudio empfohlen, mit dem die Firma regelmäßig zusammenarbeitet. Da wir hier aber erstmal sparen wollen, versuchen wir uns selbst in der Planung. Das ist gar nicht so schwer, da wir das Erdgeschoss so luftig wie möglich halten wollen. In der Umsetzung bedeutet das, dass wir uns wohl auf Unterschränke und ein Buffet beschränken werden. Die Hauptarbeitsfelder wie Herd und Spüle sollen einen Blick auf die Straße bekommen. Die Kücheninsel sehen wir eher seitlich als Fortsetzung der Unterschränke.

 

12.03.2019 Post von Gussek Haus* Kellerbau

Die Bodenplatte wird von einem Tochterunternehmen eingekauft. Unsere erste Post von Gussek Haus* Kellerbau enthält ebenfalls eine Checkliste, deren Punkte sich allerdings größtenteils mit denen von Gussek Haus* decken. Etwas beunruhigend sind die damit verbundenen, noch unklaren Kosten in Puncto Frostschürze und Erdarbeiten. Da derzeit weder das Bodengutachten noch die Bauantragszeichnungen vorliegen, ist eine Angebotsanfrage dazu leider noch nicht möglich. Das ist abgesehen von den Kosten auch insofern ungünstig, dass wir das Unternehmen, das die Erdarbeiten ausführen soll, aufgrund der starken Ausbuchung eigentlich jetzt schon beauftragen müssten.

 

13.03.2019 Kaufvertrag fürs Grundstück

Heute gibt es den Kaufvertrag fürs Grundstück. Da es sich um ein städtisches Grundstück handelt gehen wir davon aus, dass alles rechtens ist. Trotzdem hören sich manche Passagen durchaus unangenehm an. Deswegen und aufgrund der ein oder anderen Verständnisfrage bitten wir unseren Notar um Prüfung und einen Termin, den Vertrag einmal gemeinsam durchzugehen. Eine solche Leistung ist bei der Beurkundung eines Kaufvertrags nicht ungewöhnlich. Die Kosten dafür sind in der Notargebühr bereits enthalten.

 

14.03.2019: Die Neukalkulation passt

Eine Woche nach dem Planungsgespräch bekommen wir die Rückmeldung aus der Kalkulationsabteilung. Ein Bau nach dem neuen, quadratischen Grundrissentwurf wird nur minimal teurer. Wir freuen uns über die zügige Rückmeldung und noch mehr, dass das Haus im Großen und Ganzen unseren Wunschvorstellungen entspricht. Wenn wir die Änderung der Grundrisse und die Außenansichten bekommen, brauchen wir nur noch die eine Tür oder das andere Fenster zu diskutieren.

 

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