Bauen mit Gussek Haus* – Phase 2: Auswahl der Ausstattung bis ins kleinste Detail

Hausmanufaktur
Hausmanufaktur (c) Gussek Haus

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Ca. 5 Wochen nach der Bauantragsgenehmigung fahren wir zur Bemusterung in der Hausmanufaktur in Nordhorn. Die Dauer der Bemusterung bzw. genauer gesagt der Ausstattungsbemusterung wird anhand der Höhe der jeweiligen Projektkosten ermittelt und ist bei uns auf drei Arbeitstage angesetzt. Unser Ziel ist es, die Hauskosten durch diesen Termin nicht zu erhöhen. Darum wollen wir uns lediglich die Basisausstattung zeigen und uns nicht durch zusätzliche Möglichkeiten in Versuchung führen lassen.

 

Der Terminrahmen

Wir reisen mit der gesamten Familie an und sind für die drei Tage in einem nahe gelegenen Hotel in einem Familienzimmer untergebracht, Frühstück inklusive. Beim Mittagessen in der Hausmanufaktur haben wir täglich die Auswahl zwischen fünf verschiedenen Menüs. Für das leibliche Wohl ist also ausreichend gesorgt. Schlechter sieht es da in Puncto Kinderbeschäftigung aus. Das Kinderzimmer ist klein und lediglich mit ein paar Pappbilderbüchern und Bausteinen ausgestattet.

Während die Kinder sich dort trotzdem irgendwie die Zeit vertreiben, besprechen Roman und ich mit unserem persönlichen Gussek*-Berater Schritt für Schritt die Ausstattung und versuchen, die verschiedenen Vorstellungen unter einen Hut zu bringen. Erklärungen, Hinweise und Modellskizzen veranschaulichen den ein oder anderen Sachverhalt und schaffen ein besseres Verständnis. Alle Entscheidungen werden dokumentiert. Solche, die eine Preisänderung mit sich bringen, wollen wir ganz zum Schluss noch mal durchgehen und abschließend bewerten.

Folgende Themenbereiche werden nacheinander behandelt

  • Fassade und Dach
  • Innenwände und Decken, Türen und Fenster
  • Geschosstreppe
  • Estricharbeiten, Bodenbeläge und Malerarbeiten sowie Fliesenarbeiten
  • Heizung, Sanitär und Elektro
  • Bodenplatte
  • Änderungsfristen
  • Küchenplanung
  • Werkplanung

 

Klinkerbeispiele

Klinker und Dachpfannen (c) Gussek Haus

Fassade und Dach

Wir beginnen bei der Außenansicht. Dabei stehen Verblendstein, Fugen und Dacheindeckung eindeutig im Vordergrund. Und tatsächlich entpuppt sich im Nachhinein die Klinkerauswahl als unsere schwierigste Entscheidung. Was auf 1m² richtig toll scheint, kann auf großer Fläche ganz anders wirken. Wir sind verunsichert und wünschten uns ein Simulationstool für diese Entscheidung. Da es ein solches in der Hausmanufaktur nicht gibt, drängen wir unseren Berater, Bauprojekte zu suchen, die unseren Klinker bereits verbaut haben. Wir sind erschrocken, als wir die Bilder sehen. Solch eine Fassade wollen wir auf gar keinen Fall!

Die Entscheidungen über Haustürüberdachung und Außenfensterbänke, Schneefanggitter, SAT-Paket, Regenrinnen und Fallrohre sind glücklicherweise schnell getroffen.

Wisst ihr eigentlich was Bienenbeißer sind? Ich wusste es bis dato jedenfalls nicht. Und darum hier zur Aufklärung: Bienenbeißer sind Stoßfugenlüfter, über die die Mauer belüftet wird, ohne dass Ungeziefer eindringen kann.

 

 

Innenwände und Decken, Türen und Fenster

Bei Innenwänden und Decken gibt es nicht viel zu entscheiden. Darum geht es bald weiter mit Türen und Fenstern. Hier sind neben den eigentlichen Objekten auch die Zargen, Beschläge und Oliven bzw. Griffe auszuwählen. Spielraum gibt es außerdem bei der Verriegelung, den Innenfensterbänken und den Rollläden. Doch nicht nur diese Auswahl braucht Zeit, sondern auch die Überlegung, ob deine Türen und Fenster nach links oder nach rechts öffnen sollen und wo der Rollladengurt bzw. der elektrische Rollladenschalter am praktischsten angebracht wird. Da hilft es, wenn du jetzt schon weißt, wie die einzelnen Zimmer später eingerichtet werden. Idealerweise hast du eine Skizze dabei. Aber Achtung: Zu weit weg vom Rollladen darf dessen Schalter auch wieder nicht sein. Denn sonst wird’s richtig teuer.

Apropos teuer: unser Vertragskaufpreis beinhaltet keine schallgedämmten Lüfter. Die sind laut unserem Bebauungsplan für die Schlafräume aber Pflicht. Und so haben wir in der Kategorie Fenster direkt einen Mehrpreis von ca. 2.000 €.

 

Eichen- und Buchentreppen

Treppenausstellung (c) Gussek Haus

Geschosstreppe

Während die Form der Treppe an sich feststeht, kann während der Bemusterung noch über die Ausführung entschieden werden. Die Treppen werden von Gussek* Treppenbau geliefert und sozusagen in house produziert. Dabei gibt es nicht nur für die Stufen selbst, sondern auch für Pfosten, Handlauf und Stäbe unterschiedliche Materialien und Versiegelungen zur Auswahl, die beliebig miteinander kombiniert werden können und das Erscheinungsbild bzw. den Stil entscheidend verändern.

 

mittelgraue Badfliesen in der Gussek Hausmanufaktur

Unsere Fliesenauswahl für die Bäder (c) Kirstin Gouverneur

Estricharbeiten, Bodenbeläge und Malerarbeiten sowie Fliesenarbeiten

Dieser Teil der Ausstattungsbemusterung bietet sicherlich einiges an Möglichkeiten und kann mitunter viel Zeit beanspruchen. Da wir aber sowohl die Bodenbeläge als auch die Malerarbeiten in Eigenarbeit machen, beschränken wir uns hier auf die Bäder. Dazu testen wir verschiedene Kombinationen von Boden- und Wandfliesen sowie diverse Verlegarten.

 

Heizung, Sanitär und Elektro

Dieser Teil hört sich am langweiligsten an und ist für den zweiten Bemusterungstag angesetzt. Tatsächlich bedeutet er viel Planungsarbeit. So gehören zum Sanitärbereich neben der Auswahl der Sanitärobjekte (Waschtisch, WC-Sitz und Drückertaste, Dusche mit Thermostat, Brauseset und Duschtür) auch Überlegungen zu Waschmaschinenanschluss und Zirkulationspumpe. Richtig knifflig wird es aber erst beim Thema Elektro. Denn hier geht es vorrangig darum, wie viele Steckdosen wo benötigt und welche Lichtquellen von wo geschaltet werden. Unser Berater hilft dabei mit wertvollen Tipps, wie Wege abgekürzt und Schalter gespart werden können. Nichtsdestotrotz bedeutet der Bereich Elektro einiges an Mehrkosten. Während wir auf eine Gegensprechanlage und Telefonbüchsen verzichten können, lassen sich die Extrakosten für ein in die Garage führendes Erdkabel sowie die Vorbereitung der Photovoltaikanlage nur schlecht umgehen.

Erfreulich ist immerhin, dass mit der Weitergabe der Kontaktdaten Gussek Haus* direkt im Anschluss an die Bemusterung für uns den Anschluss von Fernwärme, Wasser und Strom beantragt. Wir müssen dann nur noch die entsprechenden Verträge unterschreiben.

 

Bodenplatte

Einen ähnlich negativen Beigeschmack wie die Elektro-Mehrkosten hinterlassen zum Schluss noch die Planungen der Bodenplatte. So kosten der Einbau des Mehrspartenanschlusses und die Leerrohre für Fernwärme und Erdkabel nochmal extra, insgesamt fast 1.000 €.

 

Änderungsfristen

Mit der Dokumentation aller Entscheidungen, Skizzen und Pläne fahren wir an diesem Abend zurück ins Hotel. Durch die Vorabplanung von Einrichtung und Elektro sowie die weitestgehend schnelle Entscheidungsfindung haben wir die Bemusterung in nur zwei Tagen abgeschlossen. Und abgesehen von einigen unvermeidbaren Mehrkosten haben wir auch unser Preisziel erreicht. Unseren dritten Bemusterungstag werden wir darum als Familie genießen.

Für die Prüfung der Dokumentation, etwaige Änderungswünsche sowie das Nachreichen des Küchenplans und der Finanzierungsbestätigung über den finalen Preis bleiben uns im Anschluss zwei Wochen Zeit.

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Küchenplanung

Eigentlich hat uns Gussek Haus* zu Anfang ein Küchenstudio empfohlen, mit dem die Firma regelmäßig zusammenarbeitet. Da uns das momentan noch zu teuer ist, versuchen wir uns zunächst selbst in der Planung. Das Erdgeschoss wollen wir dabei so luftig wie möglich halten, was in der Umsetzung bedeutet, dass wir uns wohl auf Unterschränke und ein Buffet beschränken. Die Hauptarbeitsfelder wie Herd und Spüle sollen einen Blick auf die Straße bekommen. Die vorgeschlagene Kücheninsel sehen wir eher seitlich als Fortsetzung der Unterschränke. Das sieht ungefähr so aus.

Küchengrundriss

unser Küchenplan im Grundriss (c) Kirstin Gouverneur

 

Leider ist unser Plan für die Bemusterung nicht ausreichend gewesen. Gussek Haus* benötigt für die Elektroplanung im Küchenbereich nämlich eher einen Wandaufriss, der zeigt, wo welche Elektrogeräte bzw. Steckdosen platziert werden sollen (Abstand zur Seite und Höhe) sowie Informationen zu deren Bedarf an Leistung (W) und Absicherung (A). Darüber hinaus muss im Küchenplan auch noch die Position des Kalt-, Warm- und Abwasseranschlusses eingezeichnet werden. Ein geeigneter Küchenplan sieht darum also eher so aus.

Küchenplan im Aufriss

unser Küchenplan inklusive Wasser und Elektro (c) Kirstin Gouverneur

 

Werkplanung

Nach kleineren Korrekturen am Bemusterungsprotokoll erhalten wir einen Vorabzug der Werkpläne. Hier hat sich im Grunde nur noch die ein oder andere Wanddicke geändert. Wir selbst korrigieren noch einige Steckdosen- und Brennstellenpositionen und legen die spätere Position der Photovoltaikanlage fest. Der Versorger wiederum hat noch einen Verbesserungsvorschlag zum Mehrspartenanschluss, den er aber direkt mit unserem Werkplaner abspricht. Und dann? Ja dann, kann’s mit der Fertigung losgehen.

 

Zur Hausmontage

 

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