Kobra, Kopfstand und Co.: 6 Yoga-Übungen, auf die du in der Schwangerschaft verzichten solltest

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Schwangere beim Yoga in der Brücke © kjekol-fotolia.com

Yoga begleitet mich bereits viele Jahre und ist eine ganz wunderbare Möglichkeit, sich einerseits fit zu halten und andererseits zu entspannen. Umso besser, dass du es in der Regel während der gesamten Schwangerschaft praktizieren und von diesen beiden Benefits profitieren kannst. Für alle diejenigen, die wie ich gerne ohne Kurs auf der Matte sind, erklärt Kathrin Mechkat vom Yoga-Mama-Blog MOMazing im folgenden Gastbeitrag, worauf es dabei in der Schwangerschaft ankommt.

 


 

Yoga ist der perfekte Begleiter durch die Schwangerschaft: Die Übungen halten dich vor allem im zweiten und dritten Trimester fit, stärken die Verbindung zu deinem Baby im Bauch und bereiten Körper, Geist und Seele auf die Geburt vor. Doch damit du als werdende Mama sicher übst, gibt es ein paar Dinge auf der Yoga-Matte zu beachten. Hier kommen fünf bekannte Asanas (Sanskrit für Yoga-Haltungen), die du in der Schwangerschaft besser nicht üben solltest …

 

1.  Klassischer Sonnengruß – Surya Namaskar

In eigentlichen Sinne keine Asana, sondern viel mehr ein Warm-Up, also die Vorbereitung auf Yoga-Haltungen wie Krieger, Baum und Co. In der Schwangerschaft übst du am besten einen modifizierten Sonnengruß, bei dem du statt Planke und heraufschauendem Hund in den Vierfüßlerstand kommst. Einatmen: Hebe die Brust und öffne das Herz. Ausatmen: Komm in den Rundrücken. Wiederhole diese sogenannten Cat-Cow-Stretches vier Mal und komme dann in den herabschauenden Hund und wie gewohnt in eine stehende Haltung. Übe die andere Seite und wiederhole die Abfolge mindestens drei Mal.

 

2.  Kobra, Bogen, Heuschrecke & Co.

Auf Übungen, bei denen du auf dem Bauch liegst, solltest du in der Schwangerschaft komplett verzichten. Hast du ohne Baby im Bauch immer gerne von den Benefits von Rückbeugen wie Kobra, Bogen und Heuschrecke profitiert, bietet sich nun als gute Alternative die Brücke an. In der Rückenlage stellst du hierfür deine Füße hüftbreit auf und drückst die Fußballen fest in den Boden. Den optimalen Abstand zwischen Füßen und Po erreichst du, wenn du deine Arme gerade durchgestreckt neben dir am Körper ablegst und deine Fingerspitzen deine Fersen berühren können.

 

3.  Kopfstand, Handstand & Co.

Bei Instagram und Co. sieht man sie öfter mal: Bilder von Yoginis mit Babykugeln im Kopfstand am Strand oder vor atemberaubendem Sonnenuntergang. Übungen wie diese sind in der Schwangerschaft für Otto-Normal-Yogini nicht angebracht, denn sie bergen eine hohe Verletzungsgefahr. Eine sehr gute schwangerschaftsfreundliche Umkehrhaltung ist hingegen Viparita Karani an der Wand – einfacher ausgedrückt: das Beinehochlegen an der Wand. Leg dir dafür ein Kissen ca. sechs Zentimeter vor einer Wand bereit. Setz dich behutsam neben deine Polsterung, stütz dich mit deinen Armen am Boden ab, schuckle seitlich mit dem Gesäß auf dein Kissen, streck die Beine an der Wand aus und leg deinen Rücken vorsichtig komplett am Boden ab. Deine Füße sind hüftbreit voneinander entfernt, deine Hände liegen auf deinem Bauch. Genieße es, zu spüren, wie der Bauch sich durch deine tiefe Ein- und Ausatmung langsam hebt und senkt, und atme zu deinem Baby hin. Sei achtsam und nimm Dir zum Rauskommen aus der Haltung genauso viel Zeit wie zum Reinkommen. Denk dran: Die kleine Seele in dir übt immer mit!

 

4.  Chaturanga Dandasana – Bretthaltung

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Schwangere beim Yoga in der Kindposition © kjekol-fotolia.com

Mit dem wachsenden Bauch wirst du weniger mobil. Außerdem sind Sehnen, Bänder und Gelenke durch die Hormonumstellung gelockert. Verzichte also auf schnelle Bewegungswechsel wie das Springen in Chaturanga Dandasana, die Brettstellung beim Sonnengruß. Komme lieber achtsam und sicher in den Vierfüßlerstand oder setze zumindest deine Knie in der Liegestütz-Position ab.

 

5.  Shavasana – Schlussentspannung in Rückenlage

Begib dich ab der ca. 20. SSW-Woche für die Endentspannung auf die Seite. Du spürst selbst am besten, wann der Zeitpunkt gekommen ist. Auf der linken Seite liegend wird das Baby optimal mit Sauerstoff versorgt. Dein oberes Bein kannst du angewinkelt auf einem großen Kissen ablegen. Bleibe mindestens acht Minuten in der letzten Yoga-Position jeder Yogastunde, lass noch mal alles los und genieße das Gefühl vom Boden getragen zu werden.

 

6.   Ardha Matsyendrasana – Drehsitz

Der Drehsitz ist ohne Babybauch eine tolle Übung, um zu entgiften. Genau auf diesen Detox-Effekt solltest du in der Schwangerschaft verzichten und eine babybauchfreundliche Variation üben. Drehe dich im Drehsitz und überhaupt allen Twists immer zur geöffneten Seite, also weg von deinem angewinkelten Bein, um deinem Baby mehr Raum im Bauch zu schenken.

 

Insgesamt gilt: Übe achtsam dir selbst und deinem Baby gegenüber und genieße die gemeinsame Auszeit auf der Matte. Verzichte bei Atemübungen darauf, den Atem anzuhalten, lass ihn fließen und versuche es öfter mal mit einer kleinen Meditations-Einheit. Eine sehr schöne Variante ist die Goldene-Faden-Meditation. Die Anleitung dazu findest du hier.

 

Viel Spaß beim Üben und Mamasté – die Mama in mir grüßt die Mama in dir,

Deine Kathrin

 

Über die Autorin

Kathrin Mechkat (c) privat

Kathrin Mechkat (c) privat

Kathrin Mechkat ist zweifache Mama, Journalistin und Prä- und Postnatal Yogalehrerin aus Hamburg. Sie hat ihr Yoga Teacher Training bei Power Yoga Germany und Spirit Yoga absolviert und schreibt auf ihrem Yoga-Mama-Blog MOMazing über Yoga in der Schwangerschaft, mit Baby, Kind und für dich als Mama.

 

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Sechs Yoga-Übungen auf die du in der Schwangerschaft verzichten solltest

Schwangere beim Yoga in der Brücke © kjekol-fotolia.com

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