Die ultimative Packliste für einen Strandtag mit Baby und Kleinkind

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Zwei Kinder spielen am Strand © nadezhda1906-Fotolia.com

Erfahre, was alles in die Strandtasche muss, wie du deine Kühltasche am besten packst und was sonst noch alles so in den Bollerwagen kommt, um einen gelungen Familientag am Meer zu verbringen.

 

Strandtasche

Da mit Kindern alle Arbeiten gleich dreimal so lange wie normal dauern, packst du deine Strandtasche am besten schon am Vorabend, wenn du etwas Ruhe hast.

Strandtasche

(c) Klarinette71 – pixabay.com

Statt Handtasche

  • Portemonnaie in Minimalausstattung (Ausweis & Bargeld)
  • Schlüssel
  • Handy mit Kamerafunktion, so dass du deinen Fotoapparat getrost zu Hause lassen kannst
  • Taschentücher

 

Tipps

  • Zum Schutz vor Sand und Wasser bewahrst du diese Dinge am besten in einem Zipperbeutel auf – oder zweien, damit der Schlüssel das Handy nicht zerkratzt. Die wiederverwendbaren Zipperbeutel eignen sich übrigens auch allgemein ganz wunderbar, um verschiedene Tascheninhalte zu organisieren und vor Verschmutzung jeglicher Art zu schützen.
  • Zum Schutz vor Langfingern kannst du außerdem diesen Windel-Trick ausprobieren.

 

Sonnencreme und andere Drogerieartikel

  • 1 Rolle Müllbeutel für schmutzige Windeln, sonstigen Müll und die nassen Klamotten am Abend

Tipp

Verwendest du statt der Müllbeutel Windelbeutel, bleibt dein Rastplatz trotzdem frei von unangenehmen Gerüchen.

  • 1 großer Pack Feuchttücher: Er wird nicht nur fürs Windelwechseln benötigt, sondern hilft dir auch in vielen anderen Situationen weiter, z.B. bei verklebten Fingern.
  • 1 Dose Babypuder: Es ist das ultimative Mittel gegen versandete Hände. Die Anleitung dazu findest du hier.
  • 1 Erste-Hilfe-Set: Das kannst du gut gebrauchen, wenn z.B. eines der Kinder in eine Muschelscherbe oder auf einen Seeigel getreten ist.

Tipp

Erweiterst du das Set um etwas Haushaltsessig und Backpulver (das du bei Bedarf in Wasser löst) bist du auch für Begegnungen mit Quallen gewappnet. Ersteres hilft bei Feuer- und Würfelquallen, zweites bei Kompass- und Lichtquallen. Eine Behandlung mit Süßwasser hingegen würde die giftigen Nesselkapseln, die bei einem Quallenkontakt auf der Haut zurückbleiben, zum Platzen bringen und damit die Verbrennungssymptome verstärken.

 

Optionale Ergänzungen

  • Für Windelkinder:
    • 3 Ersatzwindeln pro Wickelkind in der jeweiligen Größe
    • Wundschutzcreme, z.B. von Weleda*

Tipp

Ich benutze für diese Basis-Wickelausstattung gerne ein Wickeletui. Die Filzmappe, die ursprünglich für einen Kindle-Reader gedacht war, ist eine besonders günstige Variante.

  • Für Kontaktlinsenträger: 1 Paar Ersatzlinsen, denn Wind und Wasser haben schon so manches Mal die ein oder andere Linse verschwinden lassen.

 

Strandtücher und Strandkleider

  • Pro Person
    • 1 Sonnenhut (idealerweise mit Nackenschutz): Er schützt nämlich nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor einem gefährlichen Sonnenstich.
    • 1 Sonnenbrille: Sie ist am Meer aufgrund der starken Lichtreflektion besonders wichtig.
    • 1 Handtuch: Für Babys und spielende Kleinkinder eignen sich Kapuzenponchos besser als ein Strandlaken. Sie können nicht so einfach runterfallen und dienen darum nicht nur dem Abtrocknen, sondern auch als Wärme- und Sonnenschutz.
  • Pro Kind
    • 1 Set UV-Schutz-Kleidung (Mindest-LSF von 30), denn je weniger Haut der Sonne ausgesetzt ist, umso geringer ist natürlich auch das Sonnenbrandrisiko.
    • 1 Paar Wasserschuhe als Schutz vor Muscheln, Scherben und Seeigeln
    • 1 Set Ersatzklamotten, weil Kinder es am Strand trotz Badekleidung immer schaffen, auch noch ihre Straßenkleidung nass und sandig zu machen.

 

Tipps

  • Hier erfährst du wie du die Kleidung platzsparend packst.
  • Zusätzlich oder alternativ kannst du sie auch in Zippertüten organisieren. So bleibt sie sandfrei.
  • 1-3 wasserfeste Picknickdecken als Unterlage für den Babypool sowie zur Gestaltung einer Pufferzone: Mehr Infos dazu gibt es hier.
  • 1 Spannbettlaken, mit dem du dir eine sandfreie Zone schaffen kannst. Zur Anleitung geht es hier.

 

Kühlbox

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Kühlbox & Picknick

Wichtigster Inhalt deiner Kühlbox sind die Wasservorräte, denn sie schützen vor Dehydrierung. So benötigen Erwachsene für einen Strandtag ca. 3 Liter Wasser, Kinder mindestens 1 Liter. An Wasser solltest du also auf keinen Fall sparen.

 

Tipps

  • Friere den Großteil der Wasservorräte zunächst ein, so dass du sie anstelle von Kühlakkus verwenden kannst.
  • Packe Nachschub in den Kofferraum deines Autos, so dass du vor der Rückfahrt deinen Wasserhaushalt noch mal regulieren kannst.
  • Nichtsdestotrotz machen die frische Meerluft und das Baden natürlich auch hungrig. Der erste Sturm auf die Essensvorräte lässt darum meist nicht lange auf sich warten.
  • Es empfiehlt sich, Lebensmittel für eine ausgewogene Mittagsmahlzeit einzupacken und ansonsten verschiedene Snacks bereitzuhalten.

 

Mittagsmahlzeit

Sandwiches sehen nach ein paar Stunden in der Hitze matschig und unappetitlich aus. Mundgerechte, separat verpackte Happen bedeuten hingegen nur minimalen Mehraufwand, sind am Strand aber viel ansprechender und lassen sich beliebig zu einer ausgewogenen Mittagsmahlzeit kombinieren:

  • Käsewürfel
  • Bifi
  • Brot/Brötchen
  • gekochte Nudeln
  • Gemüsesticks
  • Actimel

Gibt es noch Platz im Kofferraum, kannst du eine zweite, ähnliche Kühltasche packen, die im Auto verbleibt. So seid ihr abends nicht gezwungen, irgendwo einzukehren oder überteuerte und obendrein auch noch ungesunde Pommes zu bestellen.

 

Snacks

Als Snack eignen sich insbesondere Lebensmittel, die keine große Kleckerei verursachen.

  • Obst: Trauben, Äpfel und Birnen sowie Blaubeeren sind sehr gesund und schmecken bei großer Hitze obendrein erfrischend.
  • Obstquetschies sind eine beliebte Alternative.
  • Etwas sättigender sind Trockenobst (z.B. Rosinen, Mangos oder Bananenchips),
  • Obstriegel und
  • Nüsse.
  • Begehrt sind aber auch Cornflakes,
  • Popcorn und
  • Kekse (ohne Schokolade) sowie
  • Salzgebäck (z.B. Knuspereulen und Salzstangen).

 

Tipps

Pet-Flaschen als Snackbehälter

Hast du zuhause noch leere Pet-Flaschen mit großer Öffnung, so kannst du diese gereinigt und getrocknet, wunderbar als Snackdosen verwenden. Die Snacks lassen sich so gut dosiert ausgießen, ein Herumwühlen wird vermieden. Weitere Vorteile sind die Zweitverwertung der Flaschen sowie die Tatsache, dass du diese am Tagesende einfach entsorgen kannst und auf dem Rückweg weniger zu tragen hast.

 

Tropfschutz für Eis am Stiel

Gibt es am Strand eine kleine Bude und möchtest du deinen Knopf am Nachmittag auf ein Eis am Stiel einladen, lohnt es, sich einige Papierförmchen für Muffins einzupacken. Die schiebst du von unten über den Eisstiel und hast so ruckzuck einen tollen Tropfschutz.

 

Bollerwagen am Strand

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Bollerwagen

Mit Strandtasche und Kühlbox bist du eigentlich ausreichend beladen, insbesondere wenn dein Knopf noch klein ist und im schlimmsten Fall ebenfalls getragen werden muss. Trotzdem solltest du unbedingt noch über einen geeigneten Schattenspender nachdenken – der ist für einen Tag am Meer nämlich unerlässlich. Mit etwas Spielzeug gehst du außerdem auf Nummer sicher, dass dein Kind gut beschäftigt ist. Es kann darum zum Schlüssel für deine eigene Erholung werden. Kannst du dein Gepäck jetzt nicht mehr bewältigen, ohne unter ihm zusammenzubrechen oder zumindest total entnervt am Strand anzukommen, empfiehlt sich ein Bollerwagen.

 

Tipps

  • Wie Sonnenschirme gehören Bollerwagen nicht selten zum Inventar eines Ferienhauses oder können optional dazu gebucht werden.
  • Bist du häufiger mit viel Gepäck oder mehreren (müden) Kleinkindern unterwegs, ist der Kauf eines faltbaren Bollerwagens* eine lohnenswerte Sache.

 

Beim Strandausflug verstaust du hier neben Strandtasche und Kühlbox jedenfalls problemlos auch noch die folgenden Dinge:

  • Sandspielzeug: Eimer und Dosen eignen sich dabei nicht nur zum Bauen und Backen, sondern können auch zu Sammelbehältern für Muscheln, Steine und Ähnliches umfunktioniert werden.

Tipp

Transportiere Sandspielzeug am besten in einem Wäsche- oder Einkaufsnetz bzw. in einem leichten Pop-up Wäschekorb mit Netzstruktur. Hier trocknet es viel schneller und der Sand kann beim Transport einfach durch die Löcher herausrieseln. Versandete Taschen, Kofferräume und Wohnungen gehören damit der Vergangenheit an. Wir empfehlen das folgende Produkt:

  • 1 große Sandschaufel zum Buddeln und Graben
  • Plastikpüppchen, z.B. von Playmobil oder Fisher Price, mit denen dein Knopf die neue Sandlandschaft und -burg bespielen kann.
  • 1 Ball, denn er bietet verschiedenste Spielmöglichkeiten.

Tipp

Ein Tennisball hat den Vorteil, dass er wenig Platz wegnimmt und gleichzeitig schwer genug ist, dass der Wind ihn am Strand nicht so einfach davon weht.

  • Murmeln
  • 2 Schwämme
  • 1 Body Board* (für ältere Kinder)

Tipp

Bei wenig Wellen ist ein Skim Board* die bessere Wahl.

  • 1 Babypool (für Babys und Kleinkinder), denn er macht deinen Strandtag deutlich entspannter.

Tipp

Bedenke, dass Babys noch nicht in die Sonne sollen. Wir empfehlen darum eine Variante mit Sonnendach.

  • 1 Schattenspender für den Rest der Familie

Tipps

– Seid ihr nur zu zweit ist der Schatten eines Sonnenschirms ausreichend.

– Sichere den Schirm mit einer Sandwinde und -anker gegen den am Meer allgegenwärtigen Wind.

– Dieser Hakenring für Sonnenschirme ist ein praktisches Tool, um Dinge griffbereit und gleichzeitig außerhalb der Reichweite deines Babys aufzubewahren.

– Hier kannst du außerdem nasse Handtücher und Kleidung zum schnelleren Trocknen aufhängen.

– Brauchst du Schatten für mehrere Personen ist ein Pop-up Strandzelt die bessere Lösung, z.B. dieses.*

– Entscheide dich für ein auffälliges Design, damit dein Kind euer Lager auch aus der Ferne jederzeit schnell wiederfindet.

  • 1 Pop-up-Schüssel für das abendliche Waschen, denn zuhause werden dafür alle zu müde sein.

Tipp

Fülle diese Schüssel direkt nach eurer Ankunft mit Leitungswasser, z.B. aus der nächsten Dusche. Während eures Aufenthalts wird dieses von der Sonne erwärmt und ermöglicht deinem Knopf ein angenehmes Abendbad, bevor du ihn in seine Ersatzklamotten, idealerweise den Schlafanzug, packst.

  • Warme Kleidung im Auto, falls es am Meer unerwartet kühl ist oder für den Rückweg

 

Nicht gerade wenig, was da so mit muss. Trotzdem: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

 

Alles Liebe,

Kirstin

 

Lifehacks

Hier findest du noch mehr Lifehacks für die Babyzeit.

Und hier gibt es die Lifehacks für die Kinderzeit.

 

 

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Packliste Strandtag

Strandtasche © Klarinette71 – pixabay.com
Baby Kleinkind am Strand im Sand © Natalia-Fotolia.com

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