Fernwärme: bessere Umweltverträglichkeit bei niedrigen Kosten

Heizung

Der Fernwärmeanschluss gilt als moderne Technologie der Wärmenutzung. Fernwärme hat im Vergleich zu einer Ölheizung eine höhere Umweltverträglichkeit bei niedrigen laufenden Kosten. In Deutschland werden rund 9 % des Wärmebedarfs durch Fernwärmenetze bereitgestellt, im Wohngebäudesektor sind es sogar 14 %. Fernwärme ist in Ostdeutschland stärker ausgebaut als im Westen, besonders die großen Städte Berlin, Hamburg und München besitzen eine sehr umfangreiche Netzstruktur. In diesem Beitrag werden die Vorteile der Fernwärme im Vergleich zu anderen Heiztechnologien beschrieben, um die Entscheidung eines Umstiegs – sofern ein entsprechendes Netzsystem verfügbar ist – zu erleichtern.

 

Fernwärme reduziert die Co2-Emissionen

Fernwärme wird zwar wie die meisten Heiztechnologien aus nicht erneuerbaren Ressourcen gewonnen, dennoch ist sie umweltfreundlicher als beispielsweise der klassische Ölheizkessel. Die Einsparung der Co2-Emissionen ergeben sich aufgrund der Kraft-Wärme-Kopplung. Der „Trick“ dieser Koppelung besteht darin, dass der überflüssige Strom bzw. die Energie aus verschiedenen Produktionsprozessen in Wärme umgeleitet werden. Die Abwärme, die bspw. durch den Verbrennungsprozess einer Industrieanlage entsteht, wird durch das Nah- und Fernwärmenetz weitergeleitet. Besonders umweltschonend ist die Wärme aus Biomassekraftwerken, diese verarbeiten die Abwärme aus der Müllverbrennung und leiten sie direkt in die Häuser und Wohnungen für den Privatkonsum weiter. So werden in Berlin über 1.875 km heißes Wasser von Abwärme durch Fernwärmeleitungen geschleust und dadurch rund 1,2 Mio. Wohneinheiten versorgt. Somit ergibt sich eine deutlich niedrigere Umweltauswirkung, zumal Teile der Energie ohnehin im Produktionsprozess bzw. bei der Müllverbrennung angefallen wären.

 

Zentrale Heiztechnologie als Vorteil der Fernwärme

Ein entscheidender Vorteil der Fernwärme besteht darin, dass das Warmwasser für die Heizung zentral bereitgestellt wird. Aus diesem Grund müssen bei einem bestehenden Fernwärmeanschluss keine großen Anlagen und Kessel – wie bspw. bei einer dezentralen Öl- und Gasheizung – betrieben werden. In den zentralen Fernwärme-Anlagen wird das Wasser durch die Abwärmeenergie erhitzt und über das geschlossene Leitungssystem werden die privaten Kunden direkt versorgt. Diese Zentralität verursacht für Kunden geringere Wartungskosten und deutliche Platzersparnisse, zudem funktioniert die Fernwärme ganz ohne Schornstein. Die zusätzlichen Kosten bzw. die Gesundheitsrisiken der Abgase können durch einen Umstieg auf einenFernwärmeanschluss verhindert werden.

Zusammengefasst ist Fernwärme eine sicheres, komfortables und verhältnismäßig umweltfreundliches Heizsystem. Es benötigt im Vergleich zur Gas- und Ölheizung keine Lagerkapazitäten und der Mix aus Energieträger ist flexibel, dadurch ergibt sich eine geringere Abhängigkeit von den Marktpreisen. Fernwärme bietet Hausbesitzern und Mietern eine ökologisch vernünftige Heiztechnologie, bei stabilen Bezugspreisen und einem geringem Wartungsaufwand.

 

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