Photovoltaik: Vorteile, Investitionskosten und Amortisationsrechnung einer Neuanschaffung

Solaranlage auf dem Dach

Photovoltaikanlagen fangen die Lichtenergie der Sonne ein und wandeln diese mittels Solarzellen in Elektrizität um. Über viele Jahrzehnte war diese Technologie verhältnismäßig eine sehr teure Form der Stromerzeugung, doch seitdem die Produktionskosten deutlich gesunken sind, besitzen mittlerweile hunderttausende Eigenheimbesitzer in Deutschland entsprechende Solarmodule. Mit dieser Investitionsentscheidung leisten sie einen Beitrag für die Umwelt und erzielen Erträge. Seit dem Jahr 2018 ist die Stromerzeugung per Solarmodule sogar günstiger als jene mittels fossiler Brennstoffe. Jedoch sind die hohen Anschaffungskosten und die langen Amortisationszeiten weiterhin für viele Hausbesitzer ein großes Investitionshemmnis. Um eine solche Entscheidung zu erleichtern, werden in diesem Beitrag die ökologischen und ökonomischen Vorteile der Photovoltaik-Technologie vorgestellt und die Anschaffungskosten sowie die potenziellen Amortisationszeiten analysiert.

 

Vorteile der Photovoltaik-Technologie

Grüner Strom ist unbestritten die Zukunft. Jedes Solarpanel beschleunigt die Energiewende und setzt ein ökologisches Zeichen für eine nachhaltige Gesellschaft. Die Module erzeugen den Strom dezentral und sind aus diesem Grund besonders schonend für die Netzstabilität, denn die gewonnene Energie wird dort verbraucht, wo sie erzeugt wird. Für viele Hausbesitzer ist die Unabhängigkeit von großen Stromerzeugern ein entscheidendes Argument für den Umstieg, da die gewonnene Energie auch für den Eigenbedarf des Haushalts verwendet werden kann. Eine Photovoltaikanlage weist eine geringe Verschleißwahrscheinlichkeit auf, sie hält gut 20-25 Lebensjahre und kann gegen unvorhersehbare Ereignisse – wie bspw. Unwetter – versichert werden. Insbesondere für Nutzer von Elektroautos sind Solarmodule von großem Interesse, zumal die Zapfsäule aus Sonnenergie gespeist das private E-Auto aufladen kann.

 

Anschaffungskosten

Je nach Fläche und Qualität der Solarmodule ergeben sich unterschiedliche Anschaffungskosten. Um den Daumen gedreht ergeben sich für eine kleinere Anlage Kosten von ca. 5.000 €. Für Privathaushalte werden im Regelfall Anlagen mit einer Leistung zwischen 3 und 10 kWp (Kilowattpeak) installiert. Ein Quadratmeter der Solarmodule kostet durchschnittlich zwischen 170 € und 220 €. Umso größer das Dach ist, desto geringer sind die Kosten pro Quadratmeter. Für ein großes Dach mit knapp 70 qm müssen Anschaffungskosten von knapp 13.000 € kalkuliert werden. Diese Beispiele verdeutlichen das Prinzip der Preisstaffelung, umso größer die Anlage desto geringer sind die Kosten pro kWp bzw. pro Solarpanel. Vor diesem Hintergrund wird speziell jenen, die eine kleine PV-Anlagen anschaffen wollen, ein umfassendes Gespräch mit Fachpersonen empfohlen, damit die Amortisationszeiten realistisch eingeschätzt werden. Unabhängig davon sind Photovoltaikanlagen in der Anschaffung so günstig wie noch nie, während im Jahr 2010 noch durchschnittlich pro Panel 3.500 € verrechnet wurden, sind es 10 Jahre später nur mehr knapp 1.500 €.

 

Preisfaktoren und Amortisationszeiten

Die Berechnung der Amortisationszeit einer neuen Photovoltaikanlage orientieren sich an den Preisfaktoren, die mit der Installation anfallen, und der durchschnittlichen Leistung des Standortes sowie der öffentlichen Subventionen. Der finanzielle Nutzen einer Photovoltaikanlage ergeben sich auf drei Ebenen: Einerseits eine gravierende Reduktion der Stromrechnung, zumal sich durch die Eigenproduktion die zugekaufte Energie reduziert und andererseits die festgelegte Einspeisevergütung pro gelieferte Kilowattstunde. Zudem kann die Photovoltaikanlage auch als sichere Kapitalanlage bewertet werden. Die Überschlagsrechnung für die Amortisationszeit in Jahren einer Neuanschaffung lässt sich mit der Formel Summe der Ausgaben (Investitionskosten, laufende Kosten und Zinszahlungen) geteilt durch die Summe der Einnahmen (kalkulierter Solarstromertrag, Einspeisevergütung, eingesparte Stromkosten und potenzielle Förderungen) berechnen. Durchschnittlich amortisiert sich eine ohne Fremdkapital errichtete Photovoltaikanlage in Deutschland zwischen 10 und 14 Jahren.
Zusammenfassend lassen sich für die Neuanschaffung einer Photovoltaikanlage ökologische und ökonomische Vorteile hervorstreichen, als private Kapitalanlage für das Eigenheim können die Solarpanele nach Ablauf der Amortisationszeit noch rund 10 und 15 Jahre Erträge erwirtschaften. Insbesondere für Eigenheimbesitzer, die sich eine gewisse Unabhängigkeit vom Stromanbieter wünschen oder eine Kombination mit einer Stromzapfsäule für die Elektromobilität andenken ist die Photovoltaikanlage eine hervorragende Investitionsmöglichkeit.

 

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