Checkliste zur Schadensprävention gegen Brände

Feuer, Haus

In der Zivilisationsgeschichte sind Landstriche, Dörfer und Städte in regelmäßigen Abständen komplett abgebrannt. Glücklicherweise sind die Baumaterialien im 21. Jahrhundert robust, die Haustechnik kaum fehleranfällig und die Löschfahrzeuge der Feuerwehr  sind effektiv und die Trupps gut organisiert. Insgesamt sind Brände und Brandtote in Deutschland seit Jahrzehnten rückläufig und die Feuerwehr übernimmt mittlerweile ganz andere Funktionen: Die Notfallrettung, den Krankentransport bei einem großen Autounglück, das Abpumpen bei Hochwasser und in regelmäßigen Abständen verirrt sich eine Katze in einer Baumkrone, die ebenfalls gerettet wird. Trotz der geringen Brandwahrscheinlichkeit darf die Gefahr eines Brandes keinesfalls unterschätzt werden, denn ein abgebranntes Haus ist ein schweres Individualschicksal – jährlich fallen rund 350 Menschen in Deutschland dem Brand zum Opfer. Damit die ganze Arbeit, die man mühevoll in das Eigenheim gesteckt hat, nicht in Schutt und Asche aufgeht, wird die Schadensprävention gegen Brände dringend angeraten. Insbesondere die Pflege, Wartung und der regelmäßige Ersatz alter Elektrogeräte sollte dabei berücksichtigt werden, denn viele Brände lassen sich auf Kurzschlüsse und unerwünschte Erhitzung zurückführen.

 

Elektrogeräte als häufigste Brandursache

Elektrogeräte sind die häufigste Ursache für Brände, rund ein Drittel der Brandschäden in Deutschland lassen sich mit einem technischen Defekt erklären. Billige und alte Steckerleisten oder punktuelle Überlastungen bei einer Steckdose können Brände verursachen – das Sicherheitszertifikat „GS – geprüfte Sicherheit“ gilt zumindest als Qualitätsmerkmal für den Einkauf eines Mehrfachsteckers. Es wird empfohlen, die Mehrfachsteckdosen in regelmäßigen Abständen auszutauschen und keinesfalls mehrere stromfressende Haushaltsgeräte über eine Steckerleiste zu versorgen. Werden beispielsweise die Waschmaschine und der Wäschetrockner gleichzeitig über eine Steckleiste betrieben kann ein Kurzschluss entstehen.

 

Zündquellen vermeiden und Haushaltselektronik warten

Die Brandstiftung aus Eifersucht kann selbst die beste Brandprävention nicht vermeiden, die Brandgefahr von offene Zündquellen und veralteter Haushaltselektronik jedoch schon. Elektronische Heizkörper bzw. Heizstrahler sollten so positioniert werden, dass sie nicht neben einem Vorhang in Betrieb sind. Zündquellen können sich explosionsartig entladen, viele davon sind für das menschliche Auge unsichtbar: bspw. elektromagnetische Felder, die durch Handys und PC-Anlagen ausgelöst werden. Eine regelmäßige Überprüfung und Wartung von Heizkesseln, Rohrleitungen und der elektrischen Hausanlagen wird dringend angeraten.

 

Rauchmelder installieren

Der „echte“ Brandmelder ist direkt mit einer Brandmeldeanlage bzw. der Feuerwehr verbunden und wird normalerweise nur in öffentlichen und gewerblichen Anlagen eingebaut. Im Privathaushalt sind „Rauchwarnmelder“ im Einsatz, sie geben einen schrillen Ton von sich, sobald die Rauchpartikeln in der Luft einen Schwellenwert übersteigen.
Ein Rauchmelder im Umkreis von offenen Zündquellen verhindert den unbemerkten Brand – schon so einige Rauchwarnmelder in der Küche konnten, auch wenn sie öfters den Fehlalarm verursachen, einen großen Schaden vermeiden. Außerdem sind die Rauchmelder in vielen deutschen Bundesländern verpflichtet und auch Versicherungen fragen danach, ob ein Rauchmelder zur Brandprävention installiert wurde. Prinzipiell können Rauchmelder überall aufgestellt werden, zumindest im Wohn- und Schlafzimmer werden sie bezüglich des Personenschutzes angeraten.

 

Feuerlöscher in Löschdecke in Griffweite

Der Feuerlöscher und die Löschdecke gehören als Sicherheitsequipment in jeden Privathaushalt. Bei einem lokalen Kleinbrand, bspw. wenn in der Küche die Herdplatte vergessen wird, kann der Feuerlöscher einen großen Schaden vermeiden. Die Löschdecke sollte bei Fettbränden nur bei Alternativlosigkeit verwendet werden, sie kann die Verbrennungsgefahr bei einem ungeübten Abdecken sogar erhöhen. Bei kleineren Bränden, bspw. einem Tischtuch das Feuer gefangen hat, ist die Löschdecke eine wirksame Maßnahme, um weitere Schäden abzuwenden. Auch Brandschutztüren und Brandschutzmauern können einen gröberen Schaden effektiv verhindern.

 

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