Stammzellforschung gegen Asthma

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Die Stammzellforschung untersucht derzeit neue Behandlungsmethoden bei Asthma-Erkrankungen. Es gibt unterschiedliche Arten von Stammzellen und sie können in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt werden. Beispielsweise konnten Forscher schon bei Diabetes, degenerativen Muskelerkrankungen, Parkinson und über 70 anderen Krankheitsbildern mithilfe von Stammzellen Behandlungserfolge feiern. Auch bei der weitverbreiteten Atemwegserkrankung Asthma schenken Stammzellen neue Hoffnung. Was ein Leben mit Asthma bedeutet und wie Stammzellen dabei helfen können, haben wir für dich kurz zusammengefasst.

Asthma: Arten und  Verlauf

Sicher kennst du auch jemanden in deinem Freundeskreis der von Asthma betroffen ist. Das Krankheitsbild verursacht ein „Keuchen“ und plötzliche Luftnot[1]. Laut der WHO gibt es weltweit rund 300 Millionen Asthmaerkrankungen. In Deutschland sind rund 10 % von Asthma betroffen und jährlich sterben weltweit über 250 000 Menschen an den Folgen[2]. Diese Atemwegserkrankung verläuft chronisch und erzeugt einen entzündlichen Prozess der Atemwege. Die Empfindlichkeit nimmt zu und es kann zu einer vermehrten Sekretionsbildung von Schleim kommen und zu einer Verengung führen[3].

Man unterscheidet den Verlauf hinsichtlich einem allergischen und einem nicht-allergischen Asthma. Allergene Auslöser können Pollen, Staub, spezielle Pilzsporen oder Tierhaare sein. Bei der nicht-allergischen Variante können Infektionen, Abgase oder Wetterbedingungen die Entzündung begünstigen[4]. Kinder- und Jugendliche sind häufiger von dem allergischen Asthma betroffen, während Erwachsene häufiger an der nicht-allergische Variante erkranken. Die schwerste Form des Asthmas zeigt sich in einem akuten Anfall. Ein solcher bedeutet für Betroffene eine lebensbedrohliche Situation und es muss umgehend eine medizinische Sauerstoffzufuhr sichergestellt werden[5].

 

Die Stammzellforschung setzt bei den Entstehungsmechanismen an

Die Regenerative Medizin[6][7] setzt beim Entstehungsmechanismus an und versucht den Entwicklungsverlauf von Asthma zu entschlüsseln. Insbesondere die Frage hinsichtlich der Rolle von Zellveränderungen bei Entzündungsherden steht im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Australische Wissenschaftler haben mesenchymale Stammzellen in das erkrankte Bronchengewebe transplantiert, damit die oberen Luftwege sich reparieren können. Die Studie konnte eine Reduktion der Entzündung nachweisen und die Überreaktionen der Bronchien gegenüber äußeren Reizen lindern.

Zusätzlich können Stammzellen auch über ein Nasenspray verabreicht werden, darin sehen Forscher die Möglichkeit, dass unangenehme Transplantationen oder Injektionen bald der Vergangenheit angehören werden. Diese Fortschritte nähren auch die Hoffnung einer baldigen Linderung bei anderen Atemwegserkrankungen (bspw. COPD) oder schweren Allergien. Weitere Erfolge der Regenerativen Medizin und Verwendungsmöglichkeiten von Stammzellen aus Nabelschnurblut habe wir für dich zusammengestellt.

 

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Literaturverzeichnis

Arshad, SH.; St. Holgate (2006): The Year in Allergy (Year in). Oxford: Atlas Medical Publishing Ltd.

Bhatia, Sujata K. (2012): Engineering biomaterials for regenerative medicine. Novel technologies for clinical applications. New York: Springer.

General Practitioners in Asthma Group (1992-): Asthma in general practice. Journal of the GPs in Asthma Group. Reading, UK: Published on behalf of the GPs in Asthma Group by Colwood House Medical Publications.

Journal of asthma and allergy. Auckland, N.Z.: Dove Medical Press. Auckland, N.Z.: Dove Medical Press.

King, Richard A.; Motulsky, Arno G.; Rotter, Jerome I. (Hg.) (2002): The genetic basis of common diseases. 2nd ed. (Oxford monographs on medical genetics, no. 44). Oxford, New York: Oxford University Press.

Kuhbier, J. W.; Weyand, B.; Sorg, H.; Radtke, C.; Vogt, P. M.; Reimers, K. (2010): Stammzellen aus dem Fettgewebe : Eine neue Ressource für die regenerative Medizin? In: Der Chirurg; Zeitschrift fur alle Gebiete der operativen Medizen 81 (9), S. 826–832. DOI: 10.1007/s00104-010-1962-y.

The cost of air pollution. Health impacts of road transport (2014). [Paris, France]: OECD. [Paris, France]: OECD.

 

[1] Journal of asthma and allergy.

[2] The cost of air pollution 2014.

[3] Arshad und St. Holgate 2006.

[4] General Practitioners in Asthma Group 1992-.

[5] King et al. 2002.

[6] Bhatia 2012.

[7] Kuhbier et al. 2010.

 


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