Anleitung: Ordnung im Kinderzimmer: Was tun mit all den Kinderbildern?

Was tun mit all den Kinderbildern?
Bildergalerieausschnitt (c) Kirstin Gouverneur

Das mit den Kinderbildern ist so eine Sache. Trotz Malbuch & Co fallen pro Kind täglich an die 3-5 Kunstwerke an, die aus ihren Schubladen quillen oder inflationär verschenkt werden, damit sie diese nicht wegräumen müssen ???? Was tun mit all diesen Kinderbildern?

 

Wegwerfen

Ein bewundernder Blick und anschließendes Wegwerfen ist eine Möglichkeit, aber wohl nicht sonderlich pädagogisch. Schließlich sind viele der Bilder doch kleine Kunstwerke, die dein Kind mit viel Elan, Überlegung und Fleiß angefertigt hat. Da hat es sich wohl etwas mehr Wertschätzung verdient. Zugegeben, auch ich habe schon von dieser Wegwerf-Möglichkeit Gebrauch gemacht. Bei uns hat sich allerdings das folgende System besser bewährt:

 

Unser Favorit: Die digitale Künstlermappe

  1. Erklärung, dass man unmöglich alle Bilder in der Wohnung behalten kann, weil der Platz zum Wohnen und Spielen so mit der Zeit immer kleiner wird.
  2. Sammeln aller geschenkten Bilder, wobei ich zwei Stapel habe. Auf den ersten kommen diejenigen Bilder, hinter denen ein wirklicher Aufwand steckt, die besonders schön sind oder deren Motiv oder Technik für den Künstler vollkommen neu sind. Auf ihrer Rückseite vermerke ich direkt Urheber, Datum und Motiv (falls es mal nicht ganz einfach zu erkennen ist ????). Auf den zweiten Stapel kommen alle anderen. Bilder, die noch beinahe blanko sind, gebe ich zurück zum späteren Weitermalen bzw. Bemalen der Rückseite.
  3. Einmal im Monat setze ich mich mit den beiden Künstlern zusammen und gehe die Stapel nochmal mit ihnen gemeinsam durch. Ist ihnen ein Bild besonders wichtig, kommt es jetzt doch noch auf den ersten Stapel. Aus ähnlichen Motiven wählen die Kinder oftmals das für sie schönste und tauschen es gegen meinen Favoriten. Dieses Zusammensitzen macht immer richtig viel Spaß, weil es gemeinsame Zeit und Wertschätzung bedeutet, aber auch, weil man viel von den Intentionen hinter dem Kunstwerk und über die Gedanken der Kinder erfährt. Ganz nebenbei lernen diese, dass man Kunst wertschätzen sollte, aber auch dass sie das Ergebnis vieler Versuche ist.
  4. Die Bilder vom zweiten Stapel kommen anschließend in den Müll.
  5. Die Bilder vom ersten Stapel scanne ich ein und lege sie in der jeweiligen digitalen Künstlermappe ab. Das ist maximal platzsparend. Trotzdem können sie jederzeit ganz unkompliziert wieder angeschaut oder gezeigt werden. Einige Motive finden außerdem einen Platz in meinen Bilderrahmen oder in der Bildergalerie/Ausstellung im Kinderzimmer. Andere dienen als Briefpapier oder werden an Verwandte und Freunde weiter verschenkt.

 

Weitere Möglichkeiten

  • Galerie mit Wechselausstellung  (egal ob am Kühlschrank, am Seil, an der Bilderleiste, im Rahmen oder mit Washi-Tape)
  • Collage (Online bestellen oder als DIY. Die Anleitung findest du hier.)
  • Künstlerbuch
  • Kalender
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Kalender mit Kinderbildern (c) Kirstin Gouverneur

  • Memory
  • Platzset (Ich benutze dafür seit Jahren Olympia A230 * und bin damit sehr zufrieden)
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DIY Platzset (c) Kirstin Gouverneur

 

Lifehacks

Hier findest du noch mehr Lifehacks für die Kinderzeit.

 

 

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